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Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf

"Weniger, alter und bunter" wird unsere Gesellschaft in den nächsten Jahrzehnten werden. Die demografische Entwicklung ist gekennzeichnet von  weniger Geburten, mehr älteren Menschen und Zuwanderung.

Da die Lebenserwartung durch den medizinischen Fortschritt steigt, wird es künftig auch mehr Pflegebedürftige geben. So prognostiziert das statistische Bundesamt eine weitere Steigerung der Pflegebedürftigen auf 2,83 Mio in 2020. Aktuell sind es bereits 2,5 Millionen. Zeitgleich nimmt die Geburtenrate in Deutschland ab. Kinder werden oft erst geplant, wenn die berufliche Stabilität gesichert ist. Weil die Mütter bei der Geburt ihres ersten Kindes älter sind, wächst die Zahl der Familien, die sich sowohl um Erziehung der Kinder als auch um die Pflege ihrer Eltern kümmern.

 

Familienpflegezeitgesetz

Laut einer Untersuchung der berufundfamilie gGmbH, ist die Thematik der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege jedoch bei 62 Prozent der deutschen Arbeitgeber nicht präsent. Die demographische Entwicklung wird ihrer Ansicht nach dramatisch unterschätzt: So gehört die tägliche Pflege eines/r Angehörigen in vielen Familien bereits zum Alltag. Es ist eine große Herausforderung, diese Aufgabe mit dem Beruf und anderen Familienaufgaben in Einklang zu bringen.  

Das neue Familienzeitgesetz bietet seit 1. Januar 2015 mehr Sicherheit und Flexibilität für Arbeitnehmer, die Angehörige pflegen. Mit einem Rechtanspruch auf Pflegezeit, Kündigungsschutz, Lohnersatzleistungen sowie Möglichkeiten für zinslose Darlehen, soll Unterstützug geleistet werden. Lesen Sie mehr darüber unter: Familienpflelgezeit

Suchen Sie Beratung und kompetente Unterstützung?

Die Fachstellen für pflegende Angehörige des Arbeiter-Samartiter-Bundes, der Arbeiterwohlfahrt und des Derycedern e.V. helfen Ihnen weiter.

Bei der Suche nach ambulanten oder stationären Pflegeangeboten hilft die Online-Suche auf der „Pflegplatzbörse“ mit Angeboten freier Plätze weiter: www.pflegeplatzboerse-erh.de

Wer sich über Demenz austauschen und andere Betroffene kennenlernen will, ist bei ANKER gut aufgehoben. Das Projekt bietet ein regionales interaktives Netzwerk für alle Familien, in denen ein Mitglied von Demenz betroffen ist: www.anker-netzwerk.de