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Balanceakt Familie und Beruf

Dass der Balanceakt zwischen Familie und Beruf nicht leicht ist, hat eine fünfköpfige Familie aus Höchstadt bei einer Übung unserem Familienfest bewiesen. Alle Kinder gleichsam im Griff zu haben, die Familie zu stützen und gleichzeitig mit Kuchenform und Aktenordner zu balancieren, ist alles andere als einfach.

 

Kraftakt für Familien

Was aussieht wie ein Spiel, ist im wirklichen Leben für viele Eltern, die Beruf und Kinder unter einen Hut bekommen müssen, ein purer Kraftakt. Er erfordert viel Geschick und Organisationstalent, da die Familie unterschiedlichen Taktgebern unterworfen ist: Arbeitszeiten, Überstunden, Ferien-, Schul- und Kindergartenöffnungszeiten, Sportverein, Musikschule, Arzttermine, Fahrzeiten und, und, und. Meistens funktioniert das nur, wenn ein Elternteil nicht oder in Teilzeit arbeitet. Das macht sich aber am Monatsende auf dem Konto bemerkbar.      

Väter heute

Väter sind nicht mehr das, was sie mal waren! Heute  wirkt es nicht mehr exotisch, wenn ein Mann mit Kinderwagen, Kinderanhänger oder Bauchtrage unterwegs ist.  Eine Entwicklung die mit anderen gesellschaftlichen Veränderungen, wie z.B. der besseren Qualifizierung von Frauen, deren Erwerbstätigkeit und einem wachsenden Anspruch auf partnerschaftliche Erziehung, in den letzten Jahrzehnten einher ging. Immer mehr Eltern in Bayern teilen die Ansicht, dass es am besten ist, wenn sich Mann und Frau gleichermaßen um Erwerbstätigkeit und Haushalt kümmern (ifb Familienreport 2014: 53,6%).

 

Andere anders sein lassen

Inzwischen wissen wir auch, dass die Präsenz von Vätern bei der Erziehung eine große Relevanz für die motorische, kognitive und emotionale Entwicklung der Kinder hat. Besonders wichtig ist die Funktion als männliches Rollenvorbild – übrigens für Söhne und Töchter!

Väter spielen anders mit ihren Kindern. Sie toben mit ihnen, heben und schaukeln sie herum oder treiben sie gerne zu kleinen Wettkämpfen an. Studien zufolge wirkt sich eine väterliche Fürsorge in Ergänzung zur mütterlichen durchweg positiv auf das Wohlergehen der Kinder aus. Man hat allerdings auch herausgefunden, dass es den Müttern nicht immer leicht fällt, die Verantwortung der Versorgung und Erziehung zu teilen. Fühlt sich der Mann von der Frau überwacht, begünstigt das den Rückzug des Mannes aus der Familienarbeit. „Damit Formen ‚neuer Vaterschaft‘ gelebt werden können, braucht es also auch ‚neue Mutterschaft‘, um Vätern Raum für eigenes Sorgeengagement zu geben“, resümiert Dr. Johanna Possinger vom Deutschen Jugendinstitut München.

 

Väterzeit

Väter lassen es sich heute nicht mehr nehmen, in Elternzeit zu gehen. So kann der Landkreis Erlangen-Höchstadt für in 2012 geborene Kinder eine Quote von 41,1%  der Väter verbuchen. (Bayern gesamt:38,1%). Die meisten gehen zwei Monate in Elternzeit. „Länger zu nehmen, wäre betrieblich schwierig gewesen und ist bei uns nicht üblich“, berichtet ein Vater. Manchmal sind es auch die Angst vor dem Karriereknick und die Befürchtung, die finanzielle Sicherheit der Familie zu gefährden, die Väter hemmt, längere Elternzeit zu beanspruchen.  

Das für 2015  geplante „Elterngeld plus“ bietet erfreuliche Perspektiven. Denn es fördert erstmals gezielt die Möglichkeit der Eltern, gleichzeitig Erziehungsgeld zu beziehen und Teilzeit zu arbeiten (Info: www.bmfsfj.de).

 

 

Auszeichnung "Goldener Kinderwagen"- Besondere Beispiele familienorientierter Personalpolitik in ERH

Familien brauchen eine Arbeitswelt, die familiäre Pflichten nicht zu einem Arbeits-  und Karrierehindernis machen. Mütter und Väter stehen jedoch nicht selten vor einem Vereinbarkeitsdilema, wenn es  um die Koordination von Kinderbetreuung - insbesondere in Ferienzeiten oder bei  Krankheit der Kinder -  mit den beruflichen Anforderungen geht.  Eine Situation, bei der es inzwischen zwei  Verlierer gibt – die Arbeitnehmer und die Unternehmen. Qualifizierte Fachkräfte – meist die Frauen – bleiben zuhause um den Nachwuchs zu betreuen oder arbeiten mit geringen Teilzeitanteilen.  Um  dieser Entwicklung zu begegnen,  ihre Fachkräfte zu  halten oder  neue zu gewinnen,  setzen Unternehmen  inzwischen auf eine familienorientierte Personalpolitik. Denn auch der Arbeitgeber profitiert davon, wenn Zeitkonflikte reduziert werden und  Arbeits- und Familienleben seiner Mitarbeitenden in Einklang stehen.

Mit der Auszeichnung  „Goldener Kinderwagen" wollen wir auch gezielt Maßnahmen innovativer familienfreundlicher Personalpolitik im Landkreis Erlangen-Höchstadt hervorheben, die ein positives Beispiel für die Praxis darstellen und als Ideengeber für andere Unternehmen und Organisationen dienen können.

Haben Sie auch ein gutes Beispiel für familienfreundliche Personalpolitik? Dann informieren Sie uns!

Weitere interessante Beispiele in der Metropolregion Nürnberg finden Sie unter: familienbewusste-personalpolitik.de/Unternehme.472.0.html

 

 

Goldener Kinderwagen für das Eltern-Kind-Büro bei Schaeffler Technologies in Herzogenaurach

Wohin mit dem Nachwuchs, wenn der Kindergarten unerwartet schließt oder die Tagesmutter erkrankt? Mitarbeiter mit Kindern, deren Betreuung kurzfristig ausfällt, haben zukünftig am Standort Herzogenaurach die Möglichkeit, das Eltern-Kind-Büro zu nutzen.

„Als Vater von zwei Kindern weiß ich, wie wichtig es ist, Beruf und Familie miteinander vereinbaren zu können. Das Eltern-Kind-Büro ist ein weiterer Schritt, dies zu erleichtern. Fällt die geplante Betreuung kurzfristig aus, können Eltern ihre Kinder mit ins Eltern-Kind-Büro nehmen und gleichzeitig ihrer Arbeit nachgehen“, sagt Olaf Riesebeck, Personalleiter Standort Herzogenaurach.

Auf rund 60 qm verteilen sich drei vollausgestattete Arbeitsplätze, eine Stillecke, ein Hausaufgabentisch, eine Küchenzeile und ein Spielzimmer. Während die Eltern arbeiten, können die Kinder spielen, malen, Hausaufgaben machen, CD hören oder schlafen.

Das Eltern-Kind-Büro ist nur ein Baustein zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Neben einer Kinderbetreuung in den Sommerferien und am Buß- und Bettag bietet Schaeffler seit letztem Jahr auch Krippenplätze in Herzogenaurach an. „Durch unsere Angebote können wir Familien gezielt unterstützen und für unsere Mitarbeiter ein attraktiver Arbeitgeber sein. Ob das Eltern-Kind-Büro in Herzogenaurach zum Vorreiter für weitere Schaeffler-Standorte wird, werden die Erfahrungen zeigen“, so Olaf Riesebeck.

http://www.schaeffler.de/content.schaeffler.de/en/press/press-releases/press-details.jsp?id=42063488

 

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